Augen auf

Sicher, einen schönen Porsche zu fahren, gehört zu fast jedem Wunschdenken eines Mannes. Sie haben bereits auf unserer Seite erfahren, inwiefern dies mit der männlichen Sucht nach Rasanz, Geschwindigkeit und Abenteuer zusammenhängen könnte.

Der Wunsch, einen Porsche fahren zu wollen, reiht sich bei Vielen aber in eine ganze Wunschkette ein: Jedes Kind setzt sich beispielsweise mit dem Gedanken auseinander, was es einmal werden möchte. „Schauspielerin!“, „Sängerin!“ – hört man von den Mädchen, „Feuerwehrmann“, „Pilot“ von den Jungs. Es gibt viele Studien über die Wahl von Berufsgruppen im Kindesalter, welche zeigen, in welchem Stadium der Persönlichkeitsentwicklung sich das Kind befindet.

Dennoch gibt es Träume, die uns das ganze Leben lang begleiten. Student Markus (24) gibt beispielsweise an, dass er sich keinen schöneren Glücksmoment vorstellen kann, als mit seinem Sohn im Sandkasten eine Burg zu bauen und sich dabei an seinen strahlenden Augen zu erfreuen. Glücksmoment. Ein großes Wort, das für jeden sehr unterschiedlich ausfallen kann. Die Frage, die damit verbunden ist, lautet gemeinhin: Was will ich im Leben unbedingt erreichen bzw. noch tun?

Ob es der Wunsch ist, einmal mit der Transsibirischen Eisenbahn zu fahren, Faltschirm zu springen oder sich endlich ein schönes Karibu Gartenhaus zuzulegen, je nach Lebenserfahrung und der Anlage-Umwelt-Relation fallen die Wünsche recht unterschiedlich aus. So wird es auch für Viele nicht besonders erstrebenswert sein, einen Porsche zu fahren.

Ob es nun aber gemütliche Gartenhäuser oder schnelle Fahrzeuge sind, die einen fesseln: Das Wichtigste ist immer noch: Sich selbst treu zu sein und für seine Wünsche einzustehen. Der talentfreie Schriftsteller, dem alle brotlose Kunst nachsagen, schreibt trotzdem seine Gedanken nieder und verzichtet vielleicht auf eine Juristenkarriere. Der Erbe eines weltberühmten Konzerns verzichtet auf alles Weltliche und möchte Priester werden. Wenn man hinter seinen Wünschen steht, können sich viele Türen öffnen. Man muss nur die Klinke herunterdrücken. Das gilt auch für den Porsche: Zumindest eine Probefahrt, die einen auf den Geschmack bringt, ist der richtige Weg zum Ziel.